Schwerpunkt­fächer

Die Wahl des Schwerpunktfaches Latein an unserer Schule der KUS bedeutet – so die bisherigen Erfahrungen – dass die Interessierten in einer Teilklasse (in Verbindung mit einem oder zwei weiteren Profilen) eine besondere und persönliche Förderung erfahren. Latein erweitert die intellektuellen und die analytischen Fähigkeiten der Lernenden. Der Unterricht im Schwerpunktfach Latein vermittelt eine grundlegende und breite sprachliche Allgemeinbildung, intensive Auseinandersetzung mit Latein in Form und Inhalt und die Einführung in die kulturellen Anfänge Europas. Die Unterrichtsinhalte und das Vorgehen im Unterricht fordern und fördern sprachliche Genauigkeit, das Denken sowie die Fähigkeit der objektiven Deutung und der persönlichen Interpretation und sprechen verschiedene und weitreichende Interessensgebiete an. Neben der Sprache selber und ihren Strukturen führt der Unterricht in Themen der Geschichte, der Kultur, der Philosophie und des Rechts. Das Profil mit Latein bietet die breiteste Mittelschulausbildung. Nach dem Besuch des Schwerpunktfaches Latein – das keine eigentliche Spezialisierung schon in der Mittelschule bedeutet – haben die Absolventinnen und Absolventen eine Grundlage für alle Studienrichtungen und ein breites Wissen, auf das sie noch Jahrzehnte später zurückgreifen können.

Das Schwerpunktfach Anwendungen der Mathematik beschäftigt sich zur Hauptsache mit Themen, die im normalen Mathematikunterricht nicht zur Sprache kommen. Dabei dreht sich vieles um angewandte räumliche Probleme, es werden aber auch Probleme mit Unterstützung eines programmierbaren Taschenrechners und des Computers behandelt. In diesem Fach wird eine hohe Bereitschaft für das phantasievolle und beharrliche Lösen von grösseren Problemen verlangt. Ebenso wichtig ist es, sich nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden zu geben, sondern einen Sinn für die Eleganz von Lösungswegen zu entwickeln.

In der AM werden in der Regel folgende Themen behandelt: 

  • Axonometrie oder Perspektive – Ein Einblick in architektonisches Zeichnen von Hand  
  • Bézierkurven – Geometrische Darstellung und Programmierung mit dem Taschenrechner. Ein Einblick in: Wie werden Autokarosserien oder Designermöbel gezeichnet?
  • Vektorgeometrie
  • Einführung in eine höhere Programmiersprache  
  • Kugelgeometrie – Anwendungen auf Nautik und Aeronautik  
  • Auswertung von Messdaten

Die Sprache der Physik ist die Mathematik. Mit ihr drücken wir die Gesetzmässigkeiten aus, welche wir in der Natur finden. Die Gesetze selber offenbaren sich uns in Experimenten. So wird im Schwerpunktfach auf sorgfältiges Experimentieren und die vertiefte mathematische Beschreibung der aus den Experimenten gewonnenen Erkenntnisse geachtet. Die mathematischen Methoden werden stark gebraucht, um der Schönheit dieser Wissenschaft aufzuzeigen.

Schülerinnen und Schüler experimentieren sehr viel selber: sie bauen ein Experiment auf, führen die Messungen selbstständig durch, analysieren die Resultate und vergleichen sie mit der Theorie. Dadurch erhalten sie einen vertieften Einblick in die Arbeitsweise der Physikerinnen und Physiker und lernen, Naturvorgänge sprachlich klar und folgerichtig zu beschreiben. Schülerinnen und Schüler erhalten insbesondere Kompetenzen, in Modellen zu denken und deren Aussagekraft zu reflektieren.

Faszinierend wird die Physik durch ihre vielen Anwendungsbeispiele in der aktuellsten Technik, die uns durch das physikalische Verständnis viel vertrauter wird. Mit dem Eintauchen in die Quantenphysik stossen wir jedoch an die Grenzen des Vorstellbaren und beginnen, den Zauber der Physik zu erahnen.

Das musische Profil mit dem Schwerpunktfach Musik bietet

  • Klassenunterricht
  • Gratis – Einzelunterricht in einem Instrument oder in Sologesang (ev. auch in zwei Instrumenten)
  • Chorgesang (verbunden mit zwei Aufführungen pro Jahr)

Im Klassenunterricht werden Musikgeschichte (europäische Musikgeschichte, aber auch aussereuropäische Kulturen) und die Grundlagen der Musiktheorie (Harmonielehre, Formenlehre, Gehörbildung) vermittelt.

Es wird Wert gelegt auf eine umfassende musikalisch praktische sowie theoretische Grundausbildung. Musik weckt Kreativität und leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer ausgewogenen Entwicklung der rationalen, emotionalen und psychomotorischen Fähigkeiten. Durch die intensive und vielseitige Beschäftigung mit Musik wird der junge Mensch ganzheitlich gefördert. Ebenso wird die Sensibilisierung für die ästhetische Qualität eines Kunstwerks geweckt. Aus diesem Grunde ist das musische Profil nicht nur für künstlerisch begabte Schülerinnen und Schüler mit entsprechenden Berufsaussichten wichtig. Vielmehr steht das musische Profil allen offen, die interessiert sind, sich mit der Verbindung von Kunst und Wissenschaft zu beschäftigen und die sich für ihr späteres Leben einen vertieften Zugang zur Musik und zum kulturellen Leben erschliessen möchten.

Die musischen Fächer fördern das kreative Denken und die gestalterischen Fähigkeiten.

Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten beschäftigtst du dich vertieft mit einer breit gefächerten Palette an bildnerischen Ausdrucksformen: Zeichnen, Malen, Fotografieren, Modellieren, Bildbearbeitung am Computer, Filmen. Der Unterricht fördert selbständiges, individuelles und projektbezogenes Arbeiten. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Differenzierung der visuellen Wahrnehmung, der Vorstellungskraft sowie des eigenen Ausdrucksvermögens. Selbstdisziplin und Experimentierfreude gehören dazu.

Neben der praktischen gestalterischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Werken der bildenden Kunst und verwandter Bereiche wichtig. Bildbetrachtung und Werkanalyse stehen im Zentrum. Es wird ein Überblick über die wichtigen Epochen der Kunstgeschichte erarbeitet. Erkenntnisse aus der Werkanalyse, verbunden mit kunstgeschichtlichen Kenntnissen, befähigen dazu, Kunstwerke in ihren geistesgeschichtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen.

Mit der Maturität dieses Profils stehen anschliessend alle Studienrichtungen an Hochschulen und Universitäten offen. Zudem bildet das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten eine ideale Grundlage für ein weiteres Studium an Hochschulen der Gestaltung und Kunst, für gestalterische Berufsrichtungen in Bereichen der visuellen Gestaltung, Grafik, Mode, Produktgestaltung oder der audiovisuellen Medien.

Im Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht erarbeiten wir systematisch erweitertes Grundwissen aus den vier Teilgebieten: Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen der Unternehmen, Volkswirtschaftslehre und Recht.

Die Auswahl des Lernstoffs und das vielfältige methodische Vorgehen orientieren sich hauptsächlich an den vier Bedürfnissen:

  • Vorbereitung der ökonomischen und rechtlichen Entscheidungen als Familienmitglieder, Konsumenten/innen, Mitarbeitende in wirtschaftlichen Institutionen sowie als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger
  • Aufbau der Fähigkeiten für die Lösung anspruchsvoller Aufgaben in der Wirtschaft und für den Staat
  • fundiertes ökonomisches und rechtliches Basiswissen für alle Ausbildungs- und Berufswege
  • gute Starts in den wirtschaftswissenschaftlichen und rechtlichen Studienrichtungen an den Universitäten

Im Schwerpunktfach Englisch wird in den ersten ca. 2 ½ Jahren das Grundinstrumentarium, d. h. die sprachlichen Strukturen und der Wortschatz, vermittelt, die anschliessend die Lektüre englischer Texte, v. a. englischsprachiger Literatur, erlauben. Dabei kommen auch Sachtexte zum Zug, die die Kultur englischsprachiger Länder näherbringen.

Gleichzeitig wird die schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit in der Besprechung von Texten, in Diskussionen und Vorträgen gefördert.

In der 6. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler in die Literaturgeschichte eingeführt. Eine literarische Epoche wird dabei genauer behandelt.

Nach Abschluss ihrer Ausbildung an unserer Schule der KUS sind die Schülerinnen und Schüler fähig, sich in einer zunehmend englischsprachigen Welt zurechtzufinden, d. h. sie verstehen Texte aller Art, sie können sich schriftlich ausdrücken und sich mündlich fliessend verständigen.

Der Unterrichtsverlauf im Schwerpunktfach Italienisch ist in drei Phasen aufgeteilt. In den ersten ca. 1 ½ Jahren – Einführungsphase – wird ein sprachliches Grundwissen vermittelt, das die Gesamtgrammatik und einen Aufbauwortschatz von ca. 2100 Stichwörtern beinhaltet und sich nach dem europäischen Referenzrahmen orientiert.

Im folgenden Jahr – Kernphase – kommt es zur differenzierten Anwendung des erworbenen Grundinstrumentariums. In der Besprechung von aktuellen und modernen Texten, in Diskussionen und Vorträgen, wird die mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit gefördert, was auch den Eintritt in den «italophonen» Kulturraum und den Aufbau einer sprachlich-kulturellen Identität mit sich führt.

Die letzten 1 ½  Jahre – Maturitätsphase – dienen insbesondere der Einführung in die italienische Literatur-geschichte, von den Anfängen bis zur Neuzeit, ohne dabei die Tessinerliteratur zu vernachlässigen.

Das Studium der italienischen Sprache an unserer Schule der Kus vermittelt den Schülerinnen und Schülern sprachliche Kompetenzen im mündlichen und schriftlichen Ausdruck, die sie befähigt, sich im italienischsprachigen Kulturraum zurechtzufinden.

Spanisch ist die dritte Weltsprache und wird von über 400 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gesprochen. Zudem gehört Spanisch zu den 5 offiziellen Sprachen der UNESCO.

Der Erwerb der spanischen Sprache trägt dazu bei die «Hispanidad» erkennen und verstehen zu lernen.

Der Spanischunterricht fördert insbesondere den eigenen Ausdruck und die Fähigkeit, andere zu verstehen, die Entwicklung und Systematisierung des sprachbezogenen Denkens und den Aufbau einer sprachlich-kulturellen Identität in der Begegnung mit dem spanischen Kulturraum.

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Grundlagen des gesprochenen und geschriebenen Spanisch und setzen sich auseinander mit der Literatur und der Kultur, aber auch mit der Geschichte Spaniens und Lateinamerikas.