Model United Nations – Konferenz in Stuttgart

Model United Nations – Konferenz in Stuttgart

«Ehrenwerter Vorsitz, ehrenwertes Gremium …» Mit diesen Worten begannen während der MUNBW-Konferenz 2026 (Model United Nations Baden-Württemberg ) in Stuttgart zahlreiche Debatten. Model United Nations ist eine Simulation der Vereinten Nationen, bei der die Teilnehmenden Länder vertreten und über internationale Probleme debattieren. Ziel ist es, eine Resolution zu verabschieden, die die Position des Gremiums, Massnahmen und Lösungen zu einem Thema festhält. An der diesjährigen Konferenz nahmen rund 280 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem deutschsprachigen Raum und von deutschen Schulen im Ausland teil, darunter sogar aus Südamerika.

Im Fokus der Konferenz standen sehr aktuelle und wichtige Themen zum Motto «Verbrannte Erde – Klimaschutz im Schatten der Krisen». Die Bandbreite reichte dabei vom Schutz von Waldökosystemen über die Situation im Sudan bis hin zur inklusiven Bildung. Für acht KUS-Schüler*innen, die bereits das Freifach MUN an der Kantonsschule Uster besucht hatten, bot sich über Pfingsten fünf Tage lang die Möglichkeit, selbst in die Rolle internationaler Delegierter zu schlüpfen.

Ramona Stern, Layla Peter, Chiara Zullino, Christian Tomuschat, Lilith Auberson, Robyn Saunders, Viva Fontius und Lilja Schulze bildeten zwei von insgesamt 100 Delegationen. Sie vertraten Mexiko und die Demokratische Republik Kongo in verschiedenen Gremien: in der Umweltversammlung, dem Menschenrechtsrat, dem Wirtschafts- und Sozialrat, dem Sicherheitsrat und der Generalversammlung. Diplomatie, Teamarbeit und kritisches Denken standen bei zahlreichen Sitzungsblöcken im Mittelpunkt.

Obwohl sich alle Ustermer Delegierten jeweils auf 2—3 Themen vorbereitet hatten, konnte aus Zeitgründen in allen Gremien nur eines davon besprochen werden – dies dafür sehr intensiv und mit vielen spannenden Diskussionen auf «Diplomatendeutsch». An den abschliessenden Resolutionen wurde intensiv gefeilt.

Neben den Sitzungsblöcken fanden noch Workshops, Vorträge und ein Tanzkurs statt. Gekrönt wurde die simulierte UN-Konferenz mit einem «Diplomatenball» im wunderschönen Kursaal.

Egal, ob vor vielen Menschen eine Rede zu halten, Aussagen anderer Delegationen kritisch und mit passender «Etikette» zu hinterfragen oder in den Mittagspausen auf neue tolle Leute zuzugehen - mitgenommen haben alle Teilnehmenden viele schöne Momente und wertvolle Erfahrungen.
Und eines wurde nach diesen Tagen besonders klar: Globale Probleme kennen keine Grenzen. Wir müssen sie darum gemeinsam angehen.