Bienvenue à Berne. Obwohl in Bern hauptsächlich Deutsch gesprochen wird, durften Schüler:innen der Klassen G4a und G4l am 7. Mai dort ihre Französischkenntnisse zur Schau stellen. Nach monatelangem Austausch im Rahmen eines Tandem-Projekts mit dem Kanton Waadt, geleitet von den Lehrpersonen Dominique Kerhuel und Martina Rentsch, lernten die Schüler:innen die Partnerklasse aus dem Gymnasium von Crissier in der Nähe von Lausanne kennen.
Das Projekt begann bereits einige Monate zuvor mit Steckbriefen und anschliessend der Einteilung der Tandempartner:innen. Dabei wurden unter anderem die jeweiligen Interessen der Schüler:innen berücksichtigt. Schliesslich wurden Kontaktdaten ausgetauscht und das erste Telefonat vereinbart. Das Ziel dabei war, auf Fragen in der Fremdsprache zu antworten und so sich gegenseitig besser kennenzulernen.
Am Donnerstagmorgen war es endlich so weit. Gegen neun Uhr trafen sich die Partnerklassen auf dem Bahnhofplatz in Bern. Um die Stimmung etwas aufzulockern, hatten die Lehrpersonen ein Icebreaker-Spiel vorbereitet. Auf einem Blatt standen verschiedene Interessen und Eigenschaften, zu denen man passende Personen finden musste. Anfangs blieben die Schüler:innen im gewohnten Umfeld, doch schon nach kurzer Zeit kamen immer mehr Gespräche zustande. Die Nervosität verflog mit jeder Minute ein wenig mehr und die Stimmung wurde deutlich lockerer.
Danach ging es ins Naturhistorische Museum. Paarweise durften die Schüler:innen eine Ausstellung entdecken. Von kleinen Dinosaurierskeletten, interaktiven Experimenten bis hin zu Podcasts über das Klimabewusstsein war alles dabei. Im Vordergrund stand jedoch weiterhin der Austausch untereinander. Viele merkten schnell, dass man sich auch ohne jedes Voci-Wort gut verständigen konnte und viele Gemeinsamkeiten hat.
So mischten sich in der Mittagspause die Gruppen immer mehr. Nach einer kurzen Stärkung ging es weiter mit dem Entdeckungsprogramm. In Form eines Foxtrails wurden sie durch die Stadt geführt und mussten gemeinsam Lösungen zu den Rätseln finden, um den nächsten Posten zu erreichen. Dabei konnte man nicht nur Bern kennenlernen, sondern weiterhin miteinander sprechen und zusammenarbeiten.
Zum Abschluss um ca. 15 Uhr durfte natürlich kein Erinnerungsfoto fehlen. Der Tag zeigte vielen Schüler:innen, wie schnell man sich sicherer fühlen kann beim Sprechen einer Fremdsprache und – wenn die Wörter einmal fehlen – wie kreativ man mit Händen und Füssen werden kann.
Vor allem aber war der Tag eine Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen, gemeinsam Erfahrungen zu sammeln und einfach Spass zu haben.
Vielen Dank den zuständigen Lehrpersonen für die Organisation dieses besonderen Projekts!