Architektur

«Das Team von B.E.R.G. Architekten – Schlatter Bauleitungen, Kuhn Landschaftsarchitekten und dem Künstler Markus Weiss setzte sich zum Ziel, möglichst alle Bäume zu erhalten und die Versiegelung des Bodens zu minimieren. Mit Legosteinen – es handelt sich ja um Modulbauten – wurde eine spielerische Anordnung der Baukörper gefunden, mit unterschiedlichen, sich nicht wiederholenden Zwischenräumen und einem grossen gemeinsamen Aussenraum, der als eigentliches Zentrum der Anlage dient.

Die von der Bauherrschaft gewünschte funktionelle Ausschreibung der Modulbauten mit für den Anbieter freier Wahl der Konstruktionsweise führte zu einem gängigen Stahlbaumodulsystem, das nach dem Umzug der Schule in den Neubau für andere Kantonsschulen wiederverwendet werden kann. Die zweigeschossige Schulanlage sieht die Anordnung sämtlicher Fachräume und Spezialräume im Erdgeschoss vor.

Die den Schülern zum Aufenthalt oder zur Arbeit dienenden Räume und die Bibliothek sind für alle gut auffindbar direkt am zentralen Aussenraum und entlang der Haupterschliessungswege platziert. Im längsten Gebäude sind im Erdgeschoss die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht kompakt angeordnet.

Die Modularität findet ihren selbstverständlichen Ausdruck im Innern wie im Äusseren. Innen zeigt sich die Fügung an den sichtbaren Nahtstellen und zeichnet so für die Prägung der Raumstimmung mit verantwortlich. Aussen kommt der temporäre Charakter der Anlage in der seriellen Stapelung der Module und in ihrer Einordnung in die Präsenz der Natur zum Ausdruck.»
Sibylle Bucher, 
ARGE, B.E.R.G. Architekten (aus: Einweihungsdokumentation)